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OB: Flugplatz bleibt

Flensburger Tageblatt - Mittwoch, 17.11.2010
OB: Flugplatz bleibt
Flensburgs Verwaltungschef beendet Diskussion um Zukunft von Schäferhaus
Flensburg

Keine Diskussion über die Schließung des Flugplatzes Schäferhaus – diese Nachricht verbreitete gestern Flensburgs Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner. Er stellt klar, dass die im Hauptausschuss beschlossenen Beteiligung am Interreg-Projekt „Flughafen Sønderburg als binationaler Flughafen“ lediglich die Teilnahme an einer Voruntersuchung bedeute. Darüber hinaus lasse dies keine Diskussion über eine mögliche Schließung von Schäferhaus zu.

Eine solche war aufgekommen, als vergangene Woche im Hauptausschuss Stimmen laut wurden, die den Flugplatz zur Disposition stellen. Grund: der Zuschussbedarfs von 100 000 Euro jährlich.

Ziel der Untersuchung, so Tscheuschner, sei jedoch nicht, den Flugplatz zu schwächen, sondern die Möglichkeiten für eine Stärkung des Sønderburger Flughafens zu prüfen. Hierbei gehe es darum, Sonderburg als binationalen Flughafen anerkennen zu lassen, um eines Tages kostengünstige Direktverbindungen zu den großen Airports wie beispielsweise Frankfurt anbieten zu können, die dann als Inlandsflüge gelten würden. „Die Untersuchung möglicher Auswirkungen auf den Flugplatz Schäferhaus wurde auf meinen Wunsch ebenfalls aufgenommen“, betont der OB. „Dabei geht es aber um die Feststellung positiver Synergien und einer möglichen Verbesserung der Auslastung bestimmter Bereiche unsere Flugplatzes, da für mich eine Schließung von Schäferhaus absolut außer Frage steht.“ Tscheuschner weiter: „Leider hat sich die derzeit geführte Diskussion entwickelt, ohne dass es dafür überhaupt einen Anlass gibt.“

So hatte zuvor auch die Industrie- und Handelskammer Flensburg mit Besorgnis auf die Überlegungen zur Zukunft des Flugplatzes reagiert. Nach Auffassung von IHK-Präsident Uwe Möser hat der Flugplatz für die Fördestadt große infrastrukturelle Bedeutung. Er ist überzeugt, dass Flensburg mit der Schließung einen wichtigen Standortfaktor verlieren würde. „Gerade größere Unternehmen sind für ihren Geschäftsreiseverkehr auf ein stadtnahes Flugfeld angewiesen“, betont Möser. Immerhin seien nach Angaben des Flugplatzbetreibers von Januar bis Oktober rund 2700 Starts und Landungen in Schäferhaus gewerblich motiviert gewesen – fast ein Viertel aller Flugbewegungen. Möser: „Allein dieses Volumen zeigt, dass in der Region Flensburg sehr wohl Bedarf für einen Flugplatz besteht.“ Eine Konkurrenz zwischen dem Flugplätzen sieht Möser nicht: „Sønderborg ist ein Verkehrsflughafen, der im Linienverkehr bedient wird.“ In Schäferhaus gehe es allein um die Bedienung des Firmenverkehrs mit kleinen Maschinen sowie um den Luftsport. Angesichts der unterschiedlichen Stärken beider Anlagen ist Möser überzeugt, dass Flensburg von einer langfristig orientierten Weiterentwicklung des Flughafens Sønderborg profitieren, dies den Weiterbetrieb des Flugplatzes Schäferhaus jedoch in keiner Weise ersetzen kann.
sh:z