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Asche auf den Flügeln

Flensburger Tageblatt - Samstag, 17.04.2010
Asche auf den Flügeln
Vulkanasche: Auch in Schäferhaus geht nichts mehr / Flugleiter: Propellermaschinen nicht so gefährdet
Flensburg

Segelflug ja – Motorflug nein. Auch der Betrieb in Schäferhaus leidet unter den Folgen des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull . Vom nördlichsten Flugfeld der Republik starten wie auf den großen Airports bis auf weiteres keine Flugzeuge.

Mit einer Ausnahme. In Flensburg steigt ein kleiner Motorsegler auf. Der Himmel ist klar, und alles sieht aus wie ein optimaler Flugtag im Frühling. Flugleiter Karl Heinz Sachau auf dem Flugplatz Schäferhaus steht vor seinem Monitor und kann die Aschewolke deutlich sehen, die von Island Richtung Nordeuropa zieht. Seit dem Vormittag sind die großen deutschen Airports geschlossen, Hamburg, Westerland, Kiel und Lübeck – und auch in Sonderburg läuft nichts. So eine Situation habe ich noch nie erlebt!“

An der Wand hängen Warnungen vom Deutschen Wetterdienst und von der Deutschen Flugsicherung (DFS): Asche-Warnungen und Startverbote. „Die Gefahr ist so gut wie unsichtbar, denn in 8000 bis 11 000 Metern Höhe ist die Asche nicht zu sehen“, so Sachau. Und genau in der Flughöhe fliegen die internationalen Fluglinien. Propellermaschinen sind nicht so betroffen wie Düsenjets, bei denen die Turbinen sehr anfällig für kleinste Teilchen sind. Die Segelflieger stellten nach der Landung einen ganz leichten Staubfilm auf Rumpf und Flügeln fest – wie dunkler Film, berichtet Sachau.

Auf dem Monitor der Flensburger Flugleitung läuft aktuell das Satellitenbild vom Deutschen Wetterdienst, und laufend zeigt sich die Aschewolke, die durch ein Starkwindband (Jetstream) in großen Höhen nach Nordeuropa weitergeleitet wird. Noch bis heute Nacht wird die Aschewolke hier Einfluss auf das Fluggeschehen nehmen.
Wolfgang Borm