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Bau-Reserven auf dem Prüfstand

Flensburger Tageblatt - Freitag, 15.09.2006
Bau-Reserven auf dem Prüfstand
In Flensburg wird das Bauland knapp. Um den von Gutachtern prognostizierten Mehrbedarf von 4400 Einheiten bis 2020 gerecht werden zu können, schaut sich die Verwaltung die Stadtlandschaft auf ihre Eignung als Baugrund an.
Flensburg
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ho

– Der Prüfauftrag wurde vergangene Woche von der Ratsversammlung erteilt, und Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner versprach eine Prüfung ohne Tabus. Näher ging niemand auf die in Frage kommenden Grundstücke ein. Unserer Redaktion liegt jetzt die interne Übersicht der Verwaltung vor. Darin sind in drei Kategorien 35 Flächen zwischen 0,2 und 67 Hektar verzeichnet, auf denen gebaut werden könnte – theoretisch jedenfalls. Denn nicht alle dieser Flächen sind im Besitz der Stadt, bei anderen sind Probleme technischer oder auch politischer Natur zu erwarten: Beim Flugplatz Schäferhaus etwa, der mit Abstand größten verfügbaren Baureserve (Platz für 850 Wohneinheiten), oder beim Flensburger Stadion – einer von drei Sportanlagen auf der Prüfliste. Daneben sind der vom Polizeisportverein genutzte Platz an der Westerallee oder der vom TSB genutzte Sportplatz am Schützenhof betroffen.

Freilich rangieren diese Flächen in der Priorität weit hinten. Die Erläuterung zur Karte definiert Kategorie 3 als Flächen „mit einer langfristigen Perspektive, da entweder Ankaufsverhandlungen geführt werden oder bestehende Nutzungen auslaufen beziehungsweise verlagert werden müssen“. In dieser Rubrik finden sich 134 ha, ausreichend für 1678 Wohneinheiten.

Kategorie 2 versammelt 117,8 ha (1487 Wohneinheiten). Es handelt sich überwiegend um Flächen, die sich im Privatbesitz befinden beziehungsweise anders genutzt werden. Die Verwaltung empfiehlt schnellen Ankauf, sofern sie sich noch nicht in städtischem Eigentum befinden – beispielsweise in Tarup. Dort sind im Bereich Taerbek, Rüllschauer Weg und Tarup Südost über 40 ha potenzielles Bauland – allerdings komplett in privater Hand.

Kategorie 1 listet die kurzfristig zur Verfügung stehenden Flächen auf. Sie befinden sich komplett im Eigentum der Stadt und wären innerhalb von drei Jahren kurzfristig in Wohnbauland zu entwickeln – am Marienhölzungsweg, am Wasserturm, in Fruerlund sowie im Landschaftsschutzgebiet bei Vogelsang und am Fuchsberg. Wohlgemerkt: Nach Darstellung der Verwaltung sind damit noch lange keine Entscheidungen getroffen. Das, der städtische Chefplaner Dr. Peter Schroeders betonte es mehrfach, bleibe den städtischen Gremien vorbehalten.