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Hubschrauber mit viel Lärm und Wind

Schlei Bote - Samstag, 10.06.2006
Hubschrauber mit viel Lärm und Wind
Die Klasse 4a der Südensee-Schule in Sörup traf sich mit Hubschrauber-Piloten in Flensburg
Sörup
/
sh:z

– „Was ist das Wichtigste auf einem Flugplatz?", fragt uns Ralf Wanger bei der Begrüßung. Es ist die Landebahn und vor allem die Sicherheit, erfahren wir. Als Flugleiter ist er für die Sicherheit auf dem Flugplatz Schäferhaus bei Flensburg verantwortlich.

Wir, die Klasse 4a der Südensee Schule Sörup, haben hier eine Verabredung mit Hubschrauberpiloten von der Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord. Waldemar Weiß, ein Beamter der Bundespolizei, hat uns zuvor schon in der Schule einiges über die Fliegerstaffel erzählt und dieses Treffen erst möglich gemacht.

Da die Rotorblätter eines Hubschraubers sehr gefährlich sein können, sehen wir uns den Landeanflug sicherheitshalber vom Tower aus an. Von hier oben haben wir sowieso die beste Sicht und gespannt warten wir auf den Anflug. Ralf Wanger kann den Hubschrauber schon längst mit bloßem Auge erkennen, wir hören ihn zunächst nur. Dann sehen wir ihn endlich auch. Mit viel Lärm und Wind braust er zunächst über unsere Köpfe hinweg, dreht eine Runde und landet auf dicht vor dem Tower. Die Piloten sind über Funk mit dem Flugplatz in Kontakt. Nach einer Weile steigen die Piloten Joachim Gause und Roland Holdorf aus und wir dürfen uns jetzt den Hubschrauber aus der Nähe ansehen und den beiden Fragen stellen.

Es ist ein Verbindungshubschrauber, den die Bundespolizei zu Kontroll - und Überwachungsflügen, z.B. von Bahnstrecken und Grenzen, einsetzt. Die Piloten erzählen uns, dass sie direkt vom Stützpunkt Bad Bramstedt kommen und eine halbe Stunde Flugzeit dafür benötigt haben. Mit dem Auto würde diese Strecke natürlich länger dauern, aber dafür verbraucht so ein Hubschrauber auch 200 Liter Kerosin (Flugbenzin) in der Stunde und er fliegt bis zu 280 km/h schnell. Drei Flüge finden mindestens täglich statt. Die Einsatzgebiete sind die Bundesländer Schleswig Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und auch die Seegebiete der Nord und Ostsee. Nur bei Eisregen und starkem Nebel dürfen die Hubschrauber nicht fliegen.

Aber wann wird so ein Hubschrauber eigentlich alarmiert? Auf diese Frage erfahren wir, dass die Hubschrauber der Bundespolizei auch andere Behörden bei ihrer Arbeit unterstützen, wie Feuerwehr oder Polizei. Sie helfen z.B. dabei, vermisste Personen aufzuspüren oder bei Großveranstaltungen, die Lage von oben einzuschätzen. Auch bei Banküberfällen wurden sie schon eingesetzt.

„Die Arbeit als Pilot ist abwechslungsreich und macht immer noch viel Spaß ", versichern uns beide. Und Roland Holdorf erzählt, dass er schon seit 30 Jahren bei der Bundespolizei tätig ist.

Nachdem wir die beiden Piloten mit vielen Fragen gelöchert haben, dürfen wir uns jeweils zu zweit in den Hubschrauber hineinsetzen. „Sind das viele Schalter und Hebel! Das dauert bestimmt ganz schön lange, bis man weiß, wie alles funktioniert", staunt eine Mitschülerin.

Einige von uns dürfen sogar den Pilotenhelm aufsetzen, aber ganz vorsichtig. Wir erfahren nämlich, dass so ein Helm 2000 Euro kostet. Den Helm tragen die Piloten wegen der Funkverbindung und auch wegen der Lautstärke.

Als sich alle den Innenraum des Hubschraubers angesehen haben, müssen wir uns leider wieder von den Piloten verabschieden, die zu einem Einsatz müssen. Auch den Abflug sehen wir uns vom Tower aus an und der Hubschrauber verschwindet mit viel Lärm in den Wolken. Die Fliegersprache ist englisch, haben wir gelernt und was wünscht man Piloten für die Zukunft: „Many happy landings!“