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Open Air über Flensburgs Dächer

Flensburger Tageblatt - Mittwoch, 12.04.2006
Open Air über Flensburgs Dächer
Flugzeug ist nicht gleich Flugzeug und Rundflug nicht gleich Rundflug. Uwe Schomber bietet zum Rundflug in seinem Kiebitz-Nachbau auch ein besonderes Flugerlebnis. Der Doppeldecker lässt nicht nur die Herzen von Piloten höher schlagen.
Flensburg
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yv

– Egal, wo Uwe Schomber mit seinem Flugzeug auftaucht, überall zieht sein Doppeldecker die Blicke auf sich. Dann muss Schomber alle möglichen Fragen rund um sein Flugzeug beantworten. Für den Berufspiloten aus Glücksburg ist das Fliegen mit dem Doppeldecker vom Typ „Kiebitz“, ein besonderer Spaß. „Im Kiebitz fliegt man offen, da spürt man die Luft. Hier wird Fliegen zum Naturerlebnis“, schwärmt der Glücksburger über das Fliegen im Doppeldecker. Die offene Sitzposition macht den Kiebitz laut Schomber zum Schönwetterflugzeug. Ideal für Rundflüge über Flensburg, die der gebürtige Hesse mit seinem Kiebitz-Nachbau auf dem Flugplatz Schäferhaus anbietet. Bei Regen und Wind bringe es nicht so viel Spaß.

Zwar regnet es heute nicht, aber dafür weht es kräftig. „Da oben wird es ganz schön bockig“, meint Schomber über das Mikrofon. Wie in Motorradkluft ist er ganz in braunem Leder gekleidet. Statt Sturzhelm schützt eine Ledermütze und eine große Brille sein Gesicht vor dem kalten Wind. Der Pilot sitzt beim Doppeldecker aus Stabilitätsgründen hinten, der Passagier in der ersten Reihe. Der Pilot hat daher die deutlich schlechtere Sicht. Langsam rollt die Maschine im leichtem Zickzack-Kurs auf das Rollfeld, damit Schomber einigermaßen sehen kann, wohin er steuert. „Weil die Maschine nicht so schnell ist, starten wir gegen den Wind. Dann addiert sich die Windgeschwindigkeit zu unserer Startgeschwindigkeit und wir können schneller abheben“, erläutert Schomber. Der Tower gibt den Start frei. Der Pilot gibt Gas und das Heck des Kiebitz richtet sich auf. Bald hebt die Maschine ab. In 350 Meter Höhe fliegt der Doppeldecker über die Stadt. Der Geschwindigkeitsmesser zeigt 130 Stundenkilometer. Eine für das Fliegen langsame Geschwindigkeit, die Schomber Zeit gibt, die Natur zu genießen. Motor und vor allem der starke Wind erschweren die Unterhaltung. Der Wind ist kalt und die warme Luft der Heizung reicht nur bis zum Bauchnabel, bevor sie wieder verfliegt. Beim Glücksburger Schloss wendet die Maschine. „Normalerweise fliege ich bis Holnis-Spitze“, sagt Schomber auf den heute noch ein Flug nach Norwegen wartet, allerdings mit einer zweimotorigen Cessna.

Kurz darauf landet die Maschine wieder auf dem Flugfeld. Mit seiner Kiebitz hat der Vierzigjährige bis auf Großbritannien und Portugal schon alle europäischen Länder angeflogen. Dann hat er eine Plexiglashaube dabei, um gegen Regen geschützt zu sein. „Aber dann wird der Kiebitz fast schon wieder zu einem normalen Flugzeug“, sagt Schomber und begibt sich zur „gewöhnlichen“ Cessna.