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Rettungshubschrauber fliegt ab Niebüll

Flensburger Tageblatt - Samstag, 05.02.2005
„Rettungshubschrauber fliegt ab Niebüll“
Nordfriesland und Sønderjylland gegen Flensburg
Niebüll/Flensburg
sh:z

Der Kreis Nordfriesland und das Amt Sønderjylland gehen davon aus, dass der Rettungshubschrauber „Christoph 52“ am 1. April dieses Jahres seinen Flugbetrieb von Niebüll aus aufnimmt. Kreis und Amt widersprechen damit der Einschätzung des Chefs der Flensburger Berufsfeuerwehr, der öffentlich erklärt hatte, der Standort Flensburg für den Hubschrauber sei mit erheblich geringeren Kosten verbunden als Niebüll (wir berichteten).

Alle Gesichtspunkte der Stationierung seien im Frühjahr 2004 von einer hochkarätig besetzten Arbeitsgruppe mit Experten aus dem gesamten Land geprüft worden. Am Ende habe völlige Einigkeit darüber bestanden, dass Niebüll der geeignetste Standort im Norden sei, erläuterte Nordfrieslands Landrat Dr. Olaf Bastian, der erklären ließ, die Äußerungen aus Flensburg stießen auf Unverständnis.

Die Entscheidung stütze sich unter anderem darauf, dass Nordfriesland mit rund 500 Einsätzen jährlich zu den „Großkunden“ der Luftrettung in Schleswig-Holstein gehört. „Die meisten finden auf den Inseln und Halligen statt“, sagt Malte Goltz, der Leiter des Kreis-Rettungsdienstes Nordfriesland und selbst Mitglied der Arbeitsgruppe. Im Unterschied zum Flensburger Bereich sei in Nordfriesland nicht fast jeder Rettungseinsatz auch mit Straßenfahrzeugen möglich, weil die Nordsee dazwischen liegt. Die mehr als eine Million Urlaubsgäste pro Jahr erfordern eine relativ hohe Zahl von Hubschraubereinsätzen. Bei einer Stationierung in Flensburg müssten für Einsätze auf den Inseln und Halligen eine sechs bis acht Minuten längere Flugzeit kalkuliert werden.

Ein weiteres Entscheidungskriterium, so Goltz , sei die sinnvolle Einbindung in das dänische Rettungsdienstsystem: „Die Westküste einschließlich der Insel Röm stellt ein Problemfeld für den dänischen Rettungsdienst dar, der bislang ohne Hubschrauber auskommen musste. Die dänische Ostküste dagegen ist schon heute gut versorgt.“ Doch auch Flensburg kooperiert seit Jahren mit dem dänischen Rettungsdienst.

Für Niebüll sprach sich auch der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses für das Amt Sønderjylland, Jens Andresen, aus. Der Hubschrauber solle ab 1. April von Niebüll aus fliegen, damit weite Teile Nordschleswigs mitversorgt werden. Wie berichtet, muss in Niebüll allerdings erst noch die Infrastruktur für den Hubschrauber-Landeplatz geschaffen werden; hierfür werden Kosten von rund 700 000 Euro veranschlagt. In Flensburg hingegen gibt es einen Flugplatz, der für Helikopter-Flüge jetzt schon zugelassen ist.