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Kabellos Surfen: Flensburg wird zum „hot spot“

Flensburger Tageblatt - Freitag, 26.08.2005
Kabellos Surfen: Flensburg wird zum „hot spot“
Flensburg strebt bundesweit an die Spitze des Fortschritts. Als erster Stadt im Land steht der Aufbau eines flächendeckenden kabellosen Netzwerkes für den Internet-Zugang bevor. Die Idee stammt von den Stadtwerken - erste Analysen versprechen ein interessantes Geschäftsfeld.
Flensburg
yv

Kabellos im Internet surfen, Emails verschicken, Videos ansehen oder herunterladen: Das geht nicht nur am heimischen PC, sondern auch kabellos im Freien. WLAN (Wireless Local Area Network), der kabellose Zugang zum Internet, macht es möglich. Auch in Flensburg gibt es WLAN. Doch dabei handelt es sich um so genannte Hot-Spots, die an begrenzten und besonderen Orten den Internetzugang ermöglichen. Über 50 dieser Hot-Spots wie am Nordermarkt oder beim Flugplatz Schäferhaus hat Flensburg.

„Damit hat Flensburg für eine Stadt dieser Größenordnung eine hohe Dichte an Hot-Spots“, sagt Norbert Jensen, der bei den Stadtwerken für die Netzplanung und die geographischen Informationssysteme zuständig ist. Doch keiner dieser Hot-Spots, deren Reichweite je nach Lage zwischen 200 und 500 Meter reicht, sei mit dem anderen vernetzt. Wenn man den Ort verlässt, bricht die Verbindung ab.

Die Stadtwerke Flensburg beabsichtigen an Stelle dieser Insellösung ein flächendeckendes WLAN-Netz in Flensburg und wahrscheinlich auch in den Nachbargemeinden Harrislee und Glücksburg aufzubauen. „Das ist in dieser Form ein bundesweit einmaliges Vorhaben“, sagt Norbert Jensen.

Die Idee zu einer mobilen Datenkommunikation kam Jensen als er die Arbeitsabläufe verbessern wollte und Außendienstmitarbeitern den Zugang zum Stadtwerke-Rechner ermöglichen wollte. Für die Stadtwerke kann dies aber laut Jensen auch ein neues Geschäftsfeld werden, das am Ende zusätzliche Einnahmen verspreche.

Oliver Pfeiffer, Geschäftsführer des Mobilen Kommunikationszentrums „MCS SH“ sieht in der Idee ein neues Geschäftspotenzial. „Hier entsteht eine Wertschöpfungskette, an der regionale Unternehmen partizipieren können und auch wollen“, so Pfeiffer. Das MCS SH, das Beratungen und Entwicklungen im Bereich der Mobilfunkindustrie durchführt, hatte im Auftrag der Stadtwerke im Mai einen Workshop mit Firmen aus der Region zum flächendeckenden WLAN in der Stadt durchgeführt. „Das Echo war positiv“, sagt der Geschäftsführer.

Noch ist es allerdings nicht soweit. Derzeit führen die Stadtwerke ein Pilotprojekt durch. Darin testet das Unternehmen die für WLAN nötige Hardware. 24 Zugangsstellen, die die Funksignale der Notebooks senden und empfangen, werden derzeit im Stadtgebiet auf Reichweite und Datensicherheit getestet. Für einen flächendeckenden WLAN-Betrieb in Flensburg wären je nach Leistung zwischen 400 und 800 dieser kleinen Elektrokisten erforderlich. Wie Jensen sagt, sollen diese so aufgestellt werden, dass sie das Stadtbild nicht stören. Auch eine Strahlenbelastung sei von den Geräten nicht zu befürchten. Dies hat nach Auskunft Jensens auch das Ökoinstitut bestätigt.

Ob die Access Points dann tatsächlich dauerhaft aufgestellt werden, hängt von technischen wie von kaufmännischen Fragen ab.

Eine Entscheidung zu dem Netz wird für Mitte September erwartet. Innerhalb von 15 Monaten könnte dann ein WLAN-Netz mit 80-prozentiger Flächendeckung entstehen.