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Gutachter-Votum für internationalen Flugplatz Sonderburg-Flensburg

Schleswiger Nachrichten
Analyse sieht ausreichend Potenzial für den Betrieb / Gemeinsames Ziel für die Region soll weiter verfolgt werden

Flensburg / Sonderburg. Die Einrichtung eines internationalen Flughafens Sonderburg-Flensburg in Sonderburg ist sinnvoll. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse, die jetzt ausgewertet wurde. Allerdings sind noch etliche Feinheiten zu klären.

Vertreter der Kommune Sonderburg, der IHK Flensburg, der Stadt Flensburg sowie des Flughafens Sonderburg haben die Analyse im Rahmen des Projektes "Binationaler Flughafen Sonderburg-Flensburg" präsentiert. Die Untersuchung hat im vergangenen Jahr zu einer engen Zusammenarbeit zwischen den Partnern beigetragen. Das Projekt und die damit verbundene Marktbeurteilung wurden durch das Interreg IVa-Programm der Region Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N. mit Fördermitteln in Höhe von rund 130 000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst.

Die Studie zeigt unter anderem die Potenziale der Region für einen binationalen Flughafen auf. Im Einzugsgebiet leben etwa eine Million Menschen, mehr als 100 000 Unternehmen sind hier ansässig. Die Betriebe sind auf gute infrastrukturelle Verbindungen angewiesen - auch im Luftverkehr. Da rund 40 Prozent des Einzugsgebietes des Flughafens südlich der Grenze liegen, sei die Ausrichtung als binationaler Flughafen durchaus sinnvoll, heißt es in einer Mitteilung.

"Das Engagement zur Entwicklung eines binationalen Flughafens soll fortgesetzt werden. Über diese positive Rückmeldung unserer Gesellschafter in Sonderburg und unserer Kooperationspartner in Flensburg sind wir sehr froh. Wir sind uns dahingehend einig, dass die Idee nachhaltig ist. Bis der binationale Flughafen Realität wird, gilt es allerdings noch einige Meilensteine in der Projektentwicklung zu passieren", erklärte Anders Sørensen, Chef des Flughafens Sonderburg. Obwohl die Analyse große Potenziale für den Flughafen Sonderburg-Flensburg und die Region aufzeigt, mahnte Sørensen, mit Bedacht vorzugehen.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass sich die Situation am Flughafen Sonderburg seit Beginn des Projektes verändert hat. Vor einem Jahr hat Cimber Sterling noch die Linie zwischen Kopenhagen und Sonderburg bedient, und auch viele andere Fluggesellschaften haben von Expansion und neuen Ansätzen gesprochen. Dies hat sich in der Zwischenzeit markant geändert", stellte Sørensen fest. Cimber Sterling musste Insolvenz anmelden. Dennoch ist er optimistisch und hält weiter an dem Projekt fest. Mit Unterstützung der Partner und der Wirtschaft in der Region bestehe eine reelle Chance, einen binationalen Flughafen zu entwickeln, so Sørensen.

"Wir haben nun noch ein halbes Jahr Zeit, um uns mit den Möglichkeiten intensiver zu beschäftigen und die Interessen der Wirtschaft sowie der Partner nördlich und südlich der Grenze genauer zu sondieren - dies nicht zuletzt unter Berücksichtigung der Entwicklungen in der Luftfahrtbranche. Eine der Kernfragen ist hierbei eine mögliche Flugroute vom Flughafen Sonderburg-Flensburg zu einer innerdeutschen Destination. Auch eine Erhöhung der Passagierzahlen auf der Route Kopenhagen-Sonderburg steht auf dem Arbeitsprogramm", resümierte Sørensen. Mit einer endgültigen Entscheidung darüber, ob der binationale Flughafen realisiert wird, rechnet er im Frühjahr 2013.

"Vor uns liegt in der Tat eine spannende und vermutlich recht lange Reise, auf der wir ein erstes Zwischenziel erreichen. Von dem endgültigen Ziel, dem binationalen Flughafen Sønderborg-Flensburg, sind wir jedoch noch ein gutes Stück entfernt", sagte Uwe Möser, Präsident der IHK Flensburg. "So viel steht fest: Wir werden einen langen Atem brauchen und auch die eine oder andere Turbulenz wird nicht zu vermeiden sein. Langfristig sollte es unser Bestreben bleiben, Sonderburg-Flensburg zu einem binationalen Flughafen zu entwickeln."

"Die Stadt Flensburg freut sich über das Ergebnis," erklärte gestern auf Anfrage Rathaus-Pressesprecher Thomas Kuchel. Das Gutachten sei ein Meilenstein für die künftige Entwicklung des regionalen Luftverkehrs. Wichtig sei es jetzt, eine Flugroute mit einem Ziel in Deutschland für Sonderburg zu akquirieren - etwa nach Berlin. Kuchel sagte, die Pläne für einen internationalen Flugplatz bedeuteten keine Gefährdung für den Flensburger Flugplatz Schäferhaus. Von Sonderburg werde Linienflugverkehr abgewickelt, von Flensburg-Schäferhaus Luftsportbetrieb und individuelle Flüge. Darauf sei schon bei der städtischen Zustimmung zur Namensgebung des gemeinsamen Flugplatzes hingewiesen worden.