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Flugplatz Schäferhaus: SPD macht 180-Grad-Wende

Flensburger Tageblatt

Fraktionschef Trost sieht wichtige Bedeutung für die Region und verlangt langfristigen Pachtvertrag
  1. Flensburg. Es ist gerade mal ein Jahr her, da zählten die SPD und ihr Chef Helmut Trost beim Flugplatz Schäferhaus noch zu den kritischen Stimmen: Ist Schäferhaus ein Defizitbringer ohne Nutzen, fragte er seinerzeit im Hauptausschuss. Und: Liegt dort ein Potenzial für Wohnen und Gewerbe? Auch Grüne, WiF und Akopol-Fraktion reihten sich seinerzeit in die kritische Stimmung ein. Anlass der Diskussion: die Sondierung, ob ein binationaler Flughafen Sonderburg eine Chance für Flensburg sein könnte.

    Wenn der Hauptausschuss der Ratsversammlung den Flugplatz Schäferhaus heute thematisiert, ist zumindest die SPD in der Zukunftsfrage des Flugplatzes Schäferhaus wieder auf Kurs. Die SPD will den bestehenden Pachtvertrag um 20 Jahre verlängern und hat einen entsprechenden Antrag eingebracht. Helmut Trost teilte nun mit, die SPD-Ratsfraktion spreche sich nach intensiver Prüfung und vielen Gesprächen einstimmig für den Erhalt und weiteren Betrieb des Flugplatzes Schäferhaus aus. "Bei dem Verkehrslandeplatz Flensburg-Schäferhaus handelt es sich um eine wesentliche Infrastruktureinrichtung für die Stadt Flensburg und die Region", findet Trost nun. Die Verwaltung solle beauftragt werden, den schnellstmöglichen Abschluss eines langfristigen Pachtvertrages vorzubereiten. Schäferhaus habe nicht nur für die Nutzer, die aus der Stadt kommen, eine wichtige verkehrliche Funktion zur Sicherung der Erreichbarkeit des Standortes sowie für den Luftsport, das Tourismusangebot und die Ausbildung von Flugzeugführern. Es handele sich um eine Einrichtung für die gesamte Region. Trost: "Die regionalwirtschaftliche Bedeutung ist erheblich." Zur Sicherung von weiteren Investitionsentscheidungen auch privater Investoren und der weiteren Entwicklung des Verkehrslandeplatzes sei Planungssicherheit

    Geklärt werden müsse, wie der Flugplatz am wirtschaftlichsten betrieben werden kann. Deshalb müsse die gesellschaftsrechtliche und steuerrechtliche Konstruktion überprüft werden. Varianten: Erweiterung des Kreises der Gesellschafter, Übertragung aller Anteile auf die Stadtwerke Flensburg oder Abgabe der Anteile der Stadtwerke. Trost: "Für die Entscheidung brauchen wir eine gesamtstädtische Betrachtungsweise." Über ein Jahr alt ist der Beschluss des Hauptausschusses zum Interreg-Projekt "Flughafen Sønderborg als binationaler Flughafen". Hier will Trost wissen, was bei diesem Projekt bisher konkret herausgekommen ist.

    Thomas Liebelt vom Luftsportverein Flensburg glaubt, dass manch ein Kommunalpolitiker im vergangenen Jahr schlecht orientiert gewesen sei: "Herr Trost hat damals argumentiert, ohne sich zu informieren", sagt Liebelt. Die neue Halle, die Flugzeugwerft, die Arbeitsplätze, die in Schäferhaus entstanden sind und die Tatsache, dass zwei Piloten in den kommenden zwölf Monaten zwei neue Hallen errichten lassen wollen - all dies habe den SPD-Chef wohl überzeugt, glaubt Liebelt - und die Tatsache, dass viele Betriebe über Schäferhaus Kontakte unterhalten.