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Entwicklungsperspektiven

- Entwicklung und Perspektiven 2014 als PDF zum Download

Im Hinblick auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Verkehrslandeplatzes Schäferhaus sind zunächst einige Bemerkungen zu den Nutzungsmöglichkeiten der unmittelbar benachbarten Flugplätze notwen­dig, um den Sach­stand zu verdeutlichen.

Eine zivile Mitnutzung des Militärflugplatzes Schleswig-Jagel wird seit Jahren durch die Airgate SH GmbH angestrebt, ist aus Sicht der FFB GmbH in absehbarer Zeit aber nicht zu erwarten. Sollte sich dieses realisieren, so würde der FFB GmbH daraus keine Konkurrenz erwachsen, da die vorhandenen bzw. zu schaffenden Infrastrukturen  unterschiedliche Zielgruppen im Luftverkehr ansprechen.

Der am 21.10.2005 unterzeichnete Vorvertrag zwischen der Wehrbereichsverwaltung Nord und der Airgate SH GmbH zur zivilen Mitnutzung geht über eine Absichtserklärung nicht hinaus. Investoren für die Gesamtinvestitionen von über € 70 Mio. wurden bisher allerdings noch nicht benannt. Neuere Erkenntnisse über den Planungs- und/oder Realisierungsstand liegen nicht vor.

Nach der Entscheidung der Landesregierung und der Stadt Kiel gegen den Ausbau von Kiel-Holtenau sowie der Einstellung des letzten Linienbetriebes vom Flugplatz Kiel-Holtenau wäre eine zivile Mitnutzung von Schleswig-Jagel ggf. wieder eine ernsthaft zu prüfende Alternative für Linien- und Charterverkehr. Die aktuelle Entwicklung in der Luftfahrt sowie die Pläne der Luftwaffe der Bundeswehr, in Jagel Dronen zu stationieren, lassen diese Option allerdings eher als nicht realistisch erscheinen. Sollte sich die zivile Mitnutzung wider Erwarten doch realisieren, so würde der FFB GmbH daraus keine Konkurrenz erwachsen, da die vorhandenen bzw. zu schaffenden Infrastrukturen unterschiedliche Zielgruppen im Luftverkehr ansprechen.

Der Flugplatz Husum-Schwesing bietet nach Einschätzung der FFB GmbH aufgrund der geografischen Lage und des nicht erkennbaren Nutzerpotentials aus der Region Flensburg keine Alternative gerade für den wirtschaftlich motivierten Flugverkehr.

Der Flugplatz Padborg-Bov (DK) bietet nicht mehr die notwendigen Infrastrukturvoraussetzungen für einen wirtschaftlich motivierten Flugverkehr, der auf Dauer gesichert sein müsste.Der dort tätige luftfahrttechnische Instandsetzungsbetrieb hat Ende 2009 seinen Betrieb weitestgehend eingestellt.

Der Flugplatz Sønderborg (DK) bietet aufgrund der vorhandenen Infrastruktur eine gute Ergänzung zum Verkehrslandeplatz Flensburg-Schäferhaus. Allerdings führen die stark rückläufige Nutzung sowie der hohe Anteil an fixen Kosten aufgrund des Status’ als IFR-Flugplatz (Instrumental Flight Rules) zu erheblichen ökonomische Risiken mit bereits erfolgten ersten Nutzungseinschränkungen.

Mittels einer aus NTERREG-Mitteln geförderten Studie sollten die rechtlichen, organisatorischen und ökonomischen Voraussetzungen geprüft werden, den Flugplatz Sonderburg zu einem gemeinsamen grenzüberschreitenden binationalen Flughafen für die gesamte Region Sønderjylland-Schleswig auszubauen - so formuliert im Antragstext. Insbesondere sollte geprüft werden, ob sich für die Einrichtung neuer Linienanbindungen in nordeuropäische und deutsche Ballungsräume eine genügende Nachfrage generieren lässt. Derzeit bestehen 4 Tagesverbindungen nach Kopenhagen.

Die Ergebnisse der Studie wurden im August 2012 vorgelegt. Danach sei ein genügendes Nachfragepotenzial für die trgafähige Etablierung zusätzlicher Linienverbindungen in europäische Zentren vorhanden. Dieses ließe sich mit einem erheblichen Marketingeinsatz mobilisiert, würde allerdings zu Lasten Billunds und Hamburgs gehen. Einem Antrag der Kommune Sonderburg, den Flugplatz bereits im Vorgriff auf die Umsetzung der Ergebnisse aus der Studie mit dem Namen „Sønderborg – Flensburg, Danish – German International Airport“ zu versehen, hat die Ratsversammlung der Stadt Flensburg zugestimmt.

Der Verkehrslandeplatz Flensburg-Schäferhaus hat nicht nur für Flensburg, sondern für den gesamten Region Schleswig-Holstein Nord erhebliche regionalwirtschaftli-che Bedeutung. Konfliktpotenziale mit Anliegern bzw. Umweltschutzbedürfnissen sind ausgeräumt und auch für die absehbare Zukunft nicht erkennbar.

Für den Aufbau eines Linienverkehrs von Flensburg ist die Nachfrage aus der Regi-on nicht ausreichend. Sonderburg (Zubringer Kopenhagen) und Billund (DK) sowie Hamburg und Lübeck-Blankensee bieten ausreichend Kapazitäten an.
Vor diesem Hintergrund ist die Sicherung der notwendigen Infrastrukturen am Ver-kehrslandeplatz Flensburg-Schäferhaus unter Berücksichtigung eines angemesse-nen und sparsamen Mitteleinsatzes zum Erhalt und Ausbau der wirtschaftlichen Ak-tivitäten in der Region weiterhin klarer Auftrag an die FFB GmbH.